Description
Kavallerie-Abwehreinheit aus dem Mittelalter.
Historischer Kontext
Eine Pike ist im Grunde ein sehr langer Speer, dessen scharfe Spitze auch ohne Wurf in den Gegner gestoßen wird. Pikeniere sind sehr effektiv gegen andere Fußsoldaten und vor allem gegen alle Arten der Reiterei. Neben Langbogenschützen und matschigem Untergrund war die Pike quasi das einzige Hindernis, das Ritter davon abhalten konnte, die Bauern niederzureiten. Daher eignete sich der Einsatz der Pike auch am besten in Massenformationen, wie sie bei den griechischen Phalangen, schweizerischen Söldnern und deutschen Landsknechten zu finden waren. Da es jedoch schwierig war, eine Pike mit zwei Händen zu halten und gleichzeitig noch einen Schild zu tragen, waren die Pikeniere meist sehr verwundbar bei Angriffen von Bogenschützen oder Schwertkämpfern. Im Nahkampf konnten sie nicht viel ausrichten. Gelang es ihnen aber, die Formation zu halten, konnte eine Einheit aus Pikenieren den Feind quasi niederwalzen und die Flanken gegen Ritter schützen. Zur Blüte ihres Einsatzes in der Renaissance wurden immer längere Piken eingesetzt, die irgendwann bis zu 6,5 Meter lang waren.