Description
+20 religiöse Stärke im theologischen Kampf.
Historischer Kontext
Fast während des gesamten Mittelalters und der Renaissance waren religiöse "Disputationen" (formelle Debatten) die erklärte Methode, um die reine Wahrheit in der Theologie zu finden. Gestützt von den alten Traditionen der platonischen Philosophie wurden diese Debatten basierend auf Zitaten der Debattierer aus "anerkannten" schriftlichen Werken und den üblichen rhetorischen Fähigkeiten der Sprecher beurteilt. Während Disputationen zwischen katholischen und jüdischen Theologen (wie die in Paris von 1240) ziemlich höflich waren, fielen die zwischen Protestanten und Katholiken (wie beispielsweise die in Regensburg von 1541) nicht ganz so nett aus. In der Zwischenzeit veranstaltete im Osten der Großmogul Akbar der Große Disputationen zwischen heiligen Männern der Moslems, Hindus, Jainas, Zoroastrier und katholischen Jesuiten als Zeichen seiner religiösen Toleranz.